Rettungs- und Feuertreppen

Bauliche Anlagen müssen so beschaffen sein, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.

Alle Nutzungseinheiten mit Aufenthaltsräumen müssen in jedem Geschoss über mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege erreichbar sein. Der erste Rettungsweg hat in Nutzungseinheiten, die nicht zu ebener Erde liegen, über mindestens eine notwendige Treppe zu führen. Der zweite Rettungsweg kann eine mit Rettungsgeräten der Feuerwehr erreichbare Stelle oder eine weitere erforderliche Treppe sein.

Feuertreppen und Feuerleitern sind Ersatzfluchtwege. Sie dürfen nicht von vornherein als notwendige, vertikale Rettungswege geplant werden. Das „Arbeitspapier Rettungswege“ beschreibt die einzelnen Anforderungen. Feuertreppen als offene Stahltreppen können auch als Angriffswege für die Feuerwehr dienen. Der zweite Rettungsweg über Rettungs- und Feuertreppen ist an vielen Gebäuden Pflicht, damit im Notfall eine sichere Flucht gewährleistet werden kann. Denn im Brandfall kann die Feuertreppe der letzte Ausweg sein. Ebenso soll der zweite Rettungsweg die Erreichbarkeit durch die Feuerwehr sicherstellen.

Sowohl klare gesetzliche Vorschriften, als auch die Einsicht von Bauherren und Planern sind für die Einhaltung dieser Regeln verantwortlich. Eine nicht fachgerecht installierte oder ungenügend gewartete Stahltreppe ist genauso wenig tragbar, wie das gänzliche Fehlen eines vorgeschriebenen Rettungsweges.

Mit MEISER Rettungs- und Feuertreppen können Sie sicher sein, dass Sie für jeden Ernstfall gerüstet sind.

Spindeltreppen

Die Spindeltreppe stellt eine Sonderform in der Reihe der gewendelten Treppen dar und ist die platzsparendste Treppenform. Sie zeichnet sich durch das im Zentrum stehende Rohr als tragendes Bauteil aus.

In den einschlägigen Publikationen wird die Spindeltreppe nur am Rande erwähnt, da für ihre Ausführung keine konkreten Vorschriften existieren. Durch die besondere Form der Treppenstufen ist bei den Spindeltreppen eine grundlegende Unterscheidung zwischen der lichten Laufbreite (Maß zwischen Standrohr und Innenkante Geländerhandlauf) und der nutzbaren Laufbreite (ab 100 mm Auftritt, siehe DIN 18065) zu treffen.

Eine Besonderheit der Spindeltreppe ist die Verschiebung der inneren Begrenzung des Gehbereichs, in die Mitte der nutzbaren Treppenlaufbreite. Der kleinste Treppenaußendurchmesser sollte 1.300 mm nicht unterschreiten, da hier nur noch von einer stark eingeschränkten Nutzung auszugehen ist. Eine nutzbare Laufbreite von 1.000 mm kann bei einem Außendurchmesser von ca. 2.900 mm erreicht werden.

Die bei MEISER derzeit gefertigte Standard-Spindeltreppe hat ein Standrohr mit entsprechendem Stufenhülsenrohr. Damit sind wir in der Lage, ein breites Spektrum an Ausführungsmöglichkeiten und Kundenwünschen zu realisieren. Als Grundlage werden vier Rohrpaarungen verwendet, die je nach Durchmesser und Höhe der Treppe und entsprechend den statischen Erfordernissen gewählt werden können.

Um bei unserem „Stecksystem“ einen Hülsenversatz zwischen den einzelnen Stufenhülsen zu vermeiden, bieten wir zusätzlich Zwischenringe als Drehteile aus Stahl an. Eine andere Möglichkeit ist ein geschossweise geteiltes Rohr mit angeschweißten Laschen zum Anschrauben der einzelnen Stufen. Die Stufenverbindung wird mittels Rohrhülse und Sonderschraube gewährleistet. Geländerstiele werden auf jeder zweiten Stufe durch
eine Schraubverbindung befestigt.

Ein kritisches Thema sind übereinander angeordnete Austrittspodeste bei einer Geschosshöhe von ca. 4.000 mm. Nicht bei jedem Durchmesser lässt sich ein sicheres Steigverhältnis wählen, um dabei auch eine Mindestdurchgangshöhe von 2.000 mm zu garantieren. Der Handlauf am Standrohr und eine Zugangsicherung sind ergänzende Maßnahmen, die zum einen die sichere Begehung und zum anderen den Schutz vor unbefugtem Zutritt gewährleisten. Unsere Aufgabe ist es, Ihnen die optimale Lösung vorzuschlagen. Vertrauen Sie auf unsere Leistung und unsere Kompetenz.

Sonderwünsche von Architekten stellen uns immer wieder vor die Herausforderung, diese im Einklang mit den gültigen Vorschriften umzusetzen. Dabei sind wir auch bei der Herstellung von schwierigen Schweißkonstruktionen Ihr verlässlicher Partner.

MEISER ist im Besitz der Herstellerqualifikation zum Schweißen von Stahlbauten nach DIN 18800 Teil 7; 2008-11 Klasse C und dem EG-Zertifikat Werkseigene Produktionskontrolle zur Herstellung tragender Stahlbauteile bis EXC2 nach EN 1090-2. Auftritt und Steigung sollten zum Schrittmaß des Menschen passen. Unsere Erfahrungen und die Auswertung von Unfallstatistiken haben gezeigt, dass Steigungen zwischen 140 und 190 mm sowie Auftritte zwischen 260 und 320 mm entsprechend der folgenden Formel eingesetzt werden sollten.

Für eine gute Begehbarkeit der Treppe gilt:
2x (s) Steigung + (a) Auftritt = 630 ± 30 mm
Der Steigungswinkel sollte zwischen 30° – 45° liegen.

Nach höchstens 18 Steigungen (je Treppenlauf) muss bei notwendigen Treppen ein Ruhe- oder Ausweichpodest angeordnet sein.

Gitterrostbeläge von Spindeltreppen sind standardmäßig rutschhemmend (Gleitschutz, Glz) und ohne Sicherheitsantrittskante (SAK) in einem umlaufenden Rahmen aus Flachstahl- Material eingeschweißt (Außenkanten sind gerade und gleichmäßig hoch). Eine zusätzlich eingeschweißte SAK als Sonderausführung ist ebenfalls möglich.

Nicht jedes Gebäude lässt die Befestigung einer Treppenanlage an allen Stellen zu. Doch unsere Konstrukteure und Statiker bieten Ihnen in jedem Fall Sonderlösungen für eine sichere Befestigung der Treppen am Gebäude.Die Verbindung mit dem Gebäude ist ein wichtiger Bestandteil des statischen Gesamtkonzeptes. In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden suchen wir immer nach der besten Lösung. Eine Lösung, die alle Anforderungen erfüllt, sollte sowohl architektonischen Ansprüchen genügen, als auch statisch nachweisbar sein.