Treppensysteme

Treppen gelten als Verbindung zwischen mindestens zwei unterschiedlichen Ebenen. Senkrechte Steigungen und waagerechte Auftritte werden dabei als Stufen in einer schiefen Ebene miteinander verbunden.

Eine Treppe dient der horizontalen und vertikalen Erschließung von Gebäuden zur Überwindung von Höhendifferenzen mit möglichst geringem Kraftaufwand. Bei der Planung umfassender Projekte werden sehr früh baurechtliche und sicherheitsrelevante Fragen, Nutzeranliegen, Funktion und Raumerlebnis, Übersichtlichkeit und Verkehrsfluss sowie ästhetische Vorstellungen festgelegt.

Anstelle von Treppen (20 – 45°) können auch Rampen mit flacher Neigung (0 – 20°) zugelassen werden. Zusätzlich gehören Treppenleitern (45 – 75°) und Steigleitern (75 – 90°) zu den ortsfesten Zugängen. Anstelle von Treppen können Rampen (nach DIN 18024) mit flacher Neigung (max 6%) zugelassen werden. Dies bietet sich insbesondere in Gebäuden an, in denen die Verkehrswege alten- und behindertengerecht ausgebildet werden müssen.

Eine Treppe ist in der Regel als langfristige Investition zu sehen. Sie soll zu einem ästhetischen Erscheinungsbild beitragen, gleichzeitig natürlich funktional sein und den grundlegenden Vorgaben (DIN, GUV, Forderungen usw.) entsprechen. Die Oberflächenbehandlung muss mindestens den Anforderungen des Einsatzortes genügen.

Treppen werden in baurechtlich notwendige und baurechtlich nicht notwendige Anlagen unterteilt, wobei zwischen geraden Treppen und Wendeltreppen unterschieden wird. Zusammen mit Ihnen, unseren Kunden, planen, zeichnen und setzen wir Ihre Vorstellungen von einer ästhetischen und funktionellen Treppe um. Unsere umfassende Produktpalette reicht dabei von der Rettungstreppe im Außenbereich über verschiedene Industrietreppen bis hin zu eleganten Wohnraumtreppen.

Rettungs- und Feuertreppen

Bauliche Anlagen müssen so beschaffen sein, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.

Alle Nutzungseinheiten mit Aufenthaltsräumen müssen in jedem Geschoss über mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege erreichbar sein. Der erste Rettungsweg hat in Nutzungseinheiten, die nicht zu ebener Erde liegen, über mindestens eine notwendige Treppe zu führen. Der zweite Rettungsweg kann eine mit Rettungsgeräten der Feuerwehr erreichbare Stelle oder eine weitere erforderliche Treppe sein.

Feuertreppen und Feuerleitern sind Ersatzfluchtwege. Sie dürfen nicht von vornherein als notwendige, vertikale Rettungswege geplant werden. Das „Arbeitspapier Rettungswege“ beschreibt die einzelnen Anforderungen. Feuertreppen als offene Stahltreppen können auch als Angriffswege für die Feuerwehr dienen. Der zweite Rettungsweg über Rettungs- und Feuertreppen ist an vielen Gebäuden Pflicht, damit im Notfall eine sichere Flucht gewährleistet werden kann. Denn im Brandfall kann die Feuertreppe der letzte Ausweg sein. Ebenso soll der zweite Rettungsweg die Erreichbarkeit durch die Feuerwehr sicherstellen.

Sowohl klare gesetzliche Vorschriften, als auch die Einsicht von Bauherren und Planern sind für die Einhaltung dieser Regeln verantwortlich. Eine nicht fachgerecht installierte oder ungenügend gewartete Stahltreppe ist genauso wenig tragbar, wie das gänzliche Fehlen eines vorgeschriebenen Rettungsweges.

Mit MEISER Rettungs- und Feuertreppen können Sie sicher sein, dass Sie für jeden Ernstfall gerüstet sind.

Sonderkonstruktionen

Unter einer Sonderkonstruktion verstehen wir Treppen, die zunächst nicht in eine der von uns definierten Kategorien passen. Letztendlich sind es zwar meist auch Spindeltreppen oder gerade Treppen, doch erfüllen sie nicht immer den Zweck einer normalen Rettungs- oder Industrietreppe.

Sonderkonstruktionen, wie zum Beispiel Aussichtstürme, stellen immer eine Besonderheit dar, da in diesem Fall eine Wechselwirkung zwischen Treppe und Stahl-/Holzkonstruktion benötigt wird. Die enge Zusammenarbeit zwischen Treppenhersteller, Fremdgewerken und Planern ist für ein erfolgreiches Gelingen des Gesamtbauwerkes unerlässlich.

Treppen, die sich ausschließlich am Gebäude abstützen und die innere Stabilität aus der eigenen Konstruktion nehmen, werden selten eingesetzt. Bei einem Stahlbetongebäude ist dies jedoch aufgrund der hohen Belastbarkeit möglich.

Sonderkonstruktionen können die verschiedensten Abweichungen von der üblichen Norm sein. Dank unserer maschinellen Ausrüstung mit Laseranlagen ist es uns möglich, viele Arten von Sonderwünschen zu erfüllen.

Die Art der Befestigung der Spindeltreppe hängt wesentlich vom Durchmesser sowie der Gesamthöhe ab. Die Anzahl der benötigten Verbindungspunkte kann variieren, entscheidend ist hier, ob direkt am Gebäude befestigt werden kann. Lässt die bauliche Beschaffenheit dies nicht zu, können Konsolen zur Überbrückung der Wärmedämmung sowie horizontaler Höhenunterschiede zwischen Austrittshöhe und Befestigungspunkt eingesetzt werden.

Wird aus brandschutztechnischen Gründen ein zusätzlicher Abstand der Treppen vom Gebäude von mindestens 1,5 m gefordert, wird dies mit Podestverlängerungen im Austrittsbereich bzw. durch Rohrkonstruktionen bei den Zwischenpodesten gelöst. Die konstruktive Gestaltung der erforderlichen Konsolen ergibt sich aus den zu übertragenden Kräften und der zu überwindenden Entfernung.

Im Rahmen der Ausführungsplanung werden die Details von uns entworfen und Ihnen zur Genehmigung vorgelegt.