Historie

1956
1956 Edmund Meiser als Sprengmeister
1956 Edmund Meiser als Sprengmeister

Edmund Meiser, jüngstes von neun Kindern, erlebt die Nachkriegszeit als Jugendlicher. Das Saarland gehört noch nicht zur neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland. Das Leben ist zunächst geprägt von Kriegsfolgen und vielen Entbehrungen. Jedoch wird der Wiederaufbau vorangetrieben und das Wirtschaftswunder gewinnt an Fahrt. Auch Edmund Meiser ist Teil dieser Aufbruchsstimmung in der Nachkriegszeit. Er arbeitet hart in der Sandgrube im Ort. Mit 19 Jahren wird er jüngster Sprengmeister in Deutschland. Um Geld zu verdienen, sprengt er zu stark beschädigte Gebäude, die einzustürzen drohen. Seine Ausbildung als Kaufmann schließt er auf der Abendschule ab. Sein Ziel: ein eigenes Unternehmen zu gründen.
Das verwirklicht Edmund Meiser bereits am 1. August 1956. Weil in Limbach eine alte Bahnhofshalle günstig zu mieten ist, fällt die Wahl des Standortes nicht schwer. Edmund Meiser verarbeitet mit einem Mitarbeiter Walzdraht zu Betonstahl. Und der wird dringend benötigt.

Um Betonstahl herzustellen, kauft Edmund Meiser seine erste Maschine. Die Drahtrichtmaschine der Marke Wafios von Fink in Düsseldorf kostet 7.000 DM. Er möchte einen Kunden in Andernach beliefern, das damals im Ausland liegt. Im Saarland ist noch der französische Franc die gültige Währung. Als später die Zahlung für den gelieferten Betonstahl erfolgt, kommt die Überraschung: Die DM wurde inzwischen zum Franc stark aufgewertet, so dass die gezahlte Summe den Rechnungsbetrag weit übersteigt.

1960-1961
1960 Firmengelände Schmelz Limbach
1960 Firmengelände Schmelz Limbach

1960 beginnt Edmund Meiser mit zehn Mitarbeitern, Gitterroste handwerklich herzustellen. Die ersten Kunden kommen aus dem Saarland. Wie kommt es überhaupt dazu, dass Edmund Meiser sich mit Gitterrosten beschäftigt, die bis heute das Kernprodukt von MEISER geblieben sind?

1961 erwirbt Herr Edmund Meiser die ehemalige Zollhalle in Schmelz-Limbach von der Deutschen Bundesbahn  und arbeitet erstmalig in den eigenen Räumlichkeiten. In den 60er Jahren konzentriert sich Edmund Meiser stark auf den Handel und die einfache Weiterverarbeitung von Stahl.

1968

Um 1968 der steigenden Nachfrage nach Gitterrosten gerecht zu werden, entscheidet sich Edmund Meiser für den Bau einer modernen Produktionshalle und beginnt mit der industriellen Herstellung von Gitterrosten.

Die erste Maschine, die das junge Unternehmen MEISER erwirbt, kommt von der Firma Fink in Düsseldorf, was eine Investition von 7.000 DM bedeutet. Es handelt sich dabei um eine Drahtrichtmaschine der Marke Wafios. Damit wird MEISER in die Lage versetzt, einen Kunden in Andernach, aus Sicht des Saargebietes damals Ausland, zu bedienen.

Als der gelieferte Betonstahl bezahlt wird, glaubt Edmund Meiser zunächst an einen Irrtum, übersteigt doch die gezahlte Summe bei weitem den Rechnungsbetrag. Die Ursache liegt jedoch in der zwischenzeitlichen Aufwertung der D-Mark zum französischen Franken.

Auf der Suche nach neuen Geschäften animiert ein Meister namens Mertel, der damals bei Röchling beschäftigt ist, Edmund Meiser zur Weiterverarbeitung von Bandstahl, der von Hadia in St. Ingbert günstig bezogen werden kann. Die dazu notwendige Maschine soll 30.000 DM kosten und wird umgehend bei der Firma Georg in Kreuztal bestellt – die Lieferzeit beträgt ein Jahr. Als die Maschine geliefert wird, ist Hadia aber als günstige Bezugsquelle versiegt.

Nach einer schlaflosen Nacht sucht Edmund Meiser nach einer pragmatischen Lösung und erkundigt sich bei dem Maschinenlieferanten nach anderen Verwendungsmöglichkeiten für die gelieferte Anlage. An dieser Stelle fällt zum ersten Mal das Stichwort »Gitterroste«. Ein persönlicher Freund ermöglicht Edmund Meiser den Zugang in die Produktionshallen eines seinerzeit führenden Herstellers und vermittelt somit erste Erkenntnisse über die Fertigung von Gitterrosten. Der Grundstein für eine zukunftsträchtige Produktion ist gelegt.

1969

Glück muss man haben....

..............aber auch Pech kann Glück bedeuten!

Ein gewisser Herr Mertel, damals Meister bei Röchling, empfiehlt Edmund Meiser, Bandstahl weiterzuverarbeiten, den er bei Hadia in St. Ingbert günstig beziehen kann. Doch als die bei Georg in Kreuztal für 30.000 DM bestellte Maschine nach einem Jahr Lieferzeit eintrifft, gibt es Hadia nicht mehr. Aber was kann man mit der Maschine tun, außer Bandstahl zu produzieren? Der Hersteller sagt ganz einfach: Gitterroste. Über einen Freund erhält Edmund Meiser Kontakt zu einem der damals führenden Hersteller. Die Besichtigung bei der Fa. STEB in Stuttgart gibt den entscheidenden Anstoß, auf die Herstellung von Gitterrosten zu setzen. Damit ist die Basis zu einer aufregenden Erfolgsgeschichte gelegt.

Ein Jahr später kauft Edmund Meiser von der Deutschen Bundesbahn die ehemalige Zollhalle in Limbach und wird somit Eigentümer seiner ersten Immobilie. Die einfache Weiterverarbeitung von Stahl und der Handel bleiben in den nächsten Jahren neben der Gitterrostproduktion die wichtigen Bereiche des Unternehmens.

Die Nachfrage nach Gitterrosten steigt. Edmund Meiser beschließt 1967, die Produktionsflächen zu vergrößern und eine eigene Verzinkerei zu errichten. Zu groß war die Abhängigkeit von der einzigen Verzinkerei im Saarland, und die damit verbundenen Wartezeiten erschwerten das Geschäft.

1969 nimmt die neue Verzinkerei ihren Betrieb auf und wird zu einem weiteren wichtigen Geschäftsfeld von MEISER.

Die Firma Fritz aus Hagen baut eine Anlage mit einer Tiefe von 1,90 Meter und einer Kapazität von zwei Tonnen pro Stunde. Beim Einschmelzen der ersten Charge Zink gibt es eine böse Überraschung: Die Verflüssigung stockt bei 1,40 Meter Tiefe – die keramische Wanne ist falsch konzipiert.

Wilfried Geib, ein Neffe von Edmund Meiser, hat die rettende Idee. Mit einem überdimensionalen Rührbesen, den er aus einer Bohrmaschine konstruiert hat, gelingt es ihm, das Zink sehr schnell vollständig zu verflüssigen. In den darauf folgenden 40 Jahren werden Improvisationskunst und Ideenreichtum von Wilfried Geib die Produktion bei Meiser immer wieder erneuern und voranbringen.

 

1972

 

Eine neue Produktionshalle, die heutige Stahlbearbeitungshalle (BEA), entsteht im Jahr 1972. Leitplankenpfosten und Abstandshalter erweitern das Produktsortiment – auch mit dem Ziel, das Volumen für die neue Verzinkerei zu erhöhen.

 

1976

 

Mitte der 1970er Jahre sind die Weiterverarbeitung von Stahl und die Ver­zinkerei das Kerngeschäft. 1976 wird eine neue, deutlich größere Feuerverzinkerei zum Verzinken von Serienteilen errichtet. In der neuen Strahlanlage werden Raffineriebleche aufbereitet. Das Produkt Gitterrost gerät vorübergehend etwas aus dem Blickfeld.

 

1980-1981
1981 25 jähriges Firmenjubiläum
1981 25 jähriges Firmenjubiläum

Edmund Meiser will die Verzinkerei noch besser auslasten. 1980 gelingt es ihm, die SPIG, eine Produktionsgesellschaft für Leitplanken und Verkehrsschutzsysteme, in Limbach anzusiedeln. Dazu werden Hallen gebaut und großzügige Lagerflächen zur Verfügung gestellt. Die SPIG wird zum 
größten Kunden der Verzinkerei. Diese wird in der Folge als eigenes Unternehmen ausgegliedert und firmiert seitdem unter dem Namen Limbacher Verzinkerei GmbH.

1981 feiert MEISER sein 25jähriges Firmenjubiläum. Die bundesdeutsche Wirtschaft leidet immer noch unter den Folgen der der Stahlkrise. Edmund Meiser erkennt, dass die einfache Weiterverarbeitung von Stahl und der Stahlhandel nur noch geringe Renditen ermöglichen.

1982

Die große Stahlkrise in Deutschland erfordert die grundsätzliche, strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Die einfache Weiterverarbeitung von Stahl ohne große Wertschöpfung erweist sich als zu ertragsschwach, MEISER benötigt ein fertiges Endprodukt für den Kunden.

Nach ausführlichen Überlegungen mit seinem engsten Vertrauten, Wilfried Geib, entscheidet sich Edmund Meiser für den dynamischen Ausbau des Geschäftsbereichs Gitterroste. Zur Umsetzung dieser Strategie wird die erste halbautomatische Produktionsstraße zur Herstellung von Schweißpressrosten erworben und der junge Mitarbeiter Erich Petry mit der Vertriebsleitung des Bereiches Gitterroste betraut.

1983-1984
1984 Luftbild Limbach
1984 Luftbild Limbach

Edmund Meiser beschließt, die Wertschöpfung auszudehnen und den Gitterrost als verzinktes Endprodukt in den Fokus zu rücken. Die eigene Verzinkerei wird dadurch noch wichtiger. Ein eigenes Produkt benötigt jedoch Vertriebsaktivitäten und Marketing, Bereiche, die bei MEISER bisher wenig entwickelt sind.

In einem ersten Schritt wird in eine halbautomatische Produktionsstraße für Schweißpressroste der Fa. Ideal investiert. Erich Petry wird Vertriebsleiter für Gitterroste mit der Aufgabe, eine Vertriebsstruktur mit Innen- und Außendienst aufzubauen.

Die Expansion erfordert mehr Platz. Das Firmengelände wächst 1983 über die neu gebaute Brücke auf die andere Seite der Prims. Dort entstehen die neuen Produktionshallen mit angebauten Büroräumen.

Im April 1984 fällt der Startschuss für die Produktion von Press- und Schweißpressrosten auf drei neuen, hochmodernen Fertigungsstraßen. MEISER legt hier die Basis für seine Entwicklung als erfolgreicher Gitterrosthersteller in Europa.

 

1987

MEISER etabliert sich weiter. Um diese Entwicklung zu stützen, trifft Edmund Meiser 1987 einige strategische Entscheidungen, die sich als wegweisend herausstellen werden:

Um sich von Zulieferern weitgehend unabhängig zu machen, investiert MEISER in eine Anlage zum Spalten von Warmbreitband, in Drahtziehmaschinen und ein Kaltwalzwerk. Damit kann die gesamte Wertschöpfungskette vom Stahl bis zum verzinkten Gitterrost im eigenen Haus abgebildet werden.

1990-1991

1990 werden Treppenanlagen in das Sortiment mit aufgenommen. Viele Gitterrostkunden benötigen auch Treppenstufen und komplette Treppenanlagen, so dass dieser Schritt naheliegt.

Die historisch einmalige Chance, nach der Wiedervereinigung in Ostdeutschland geschäftlich aktiv zu werden, ergibt sich bereits 1990.

Nach wenigen Erkundungsreisen vor Ort durch Edmund Meiser persönlich und einigen Gesprächen mit dem damaligen Direktor übernimmt MEISER 1991 kurz entschlossen den ehemaligen Vorrichtungsbau des MLK Plauen mit etwa 50 Mitarbeitern.

Die Firmengründung unter dem Namen MEISER Gitterroste GmbH & Co. KG findet am 1. Februar 1991 statt, und schon Anfang April 1991 werden die ersten Pressroste unter der MEISER-Flagge produziert.

Im selben Jahr übernimmt MEISER einen führenden belgischen Hersteller von Gitterrosten, die heutige MEISER Fameco S.A. mit ca. 30 Mitarbeitern, und produziert somit erstmals außerhalb von Deutschland.

Die zweite Verzinkungsanlage der Limbacher Verzinkerei, LIVE genannt, erweitert 1991 die Kapazitäten in Limbach wesentlich. Der steigende Verzinkungsbedarf in allen Bereichen kann dadurch auf lange Sicht befriedigt werden.

 

1992

Das Unternehmen Ferroste Kft. mit Sitz in Dunaújváros, Ungarn, wird als Joint Venture zwischen der ungarischen Stahlhütte Dunaferr und MEISER gegründet. Persönliche Geschäftsbeziehungen von Edmund Meiser mit dem langjährigen Generaldirektor der Stahlhütte, István Horváth, die bis weit in die späten 70er Jahre zurückreichen, sind Basis für diesen Schritt kurz nach dem Ende des Kalten Krieges.

 

1994

Aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten des ehemaligen Kombinats in Plauen entscheidet sich MEISER für den Umzug in das neu erschlossene Industriegebiet Johannisberg in Oelsnitz, Vogtland. 112 Mitarbeiter produzieren zu Beginn monatlich ca. 500 to Gitterroste.

Mit Frank Degenkolb und Dietmar Prätorius als Standortleiter – sie sind Pioniere der ersten Stunde – entwickelt sich MEISER in den neuen Bundesländern und Osteuropa rasant zu einem der führenden Anbieter von Gitterrosten.

Als Unternehmen mit saarländischem Ursprung hatte MEISER schon von Beginn an einen intensiven Bezug und Kontakt zu den französischen Nachbarn.

Im Jahre 1994 gründet MEISER ein eigenes Tochterunternehmen in Frankreich und bündelt unter MEISER Caillebotis SARL im Elsass seine Vertriebsaktivitäten für den französischen Markt.

Auf Vermittlung von Frans Louwers, einem langjährigen Freund von Edmund Meiser, kommt der Kontakt zu dem Holländer Ruud Enzlin zustande. Zügig wird im Jahr 1994 das Partnerschaftsunternehmen RST MEISER Nederland B.V. mit Sitz in Rotterdam gegründet, das schon nach wenigen Monaten eine rege Handelstätigkeit aufnimmt.

1995-1996

Das Unternehmen Altenberg Gitterrostwerke GmbH in Essen war seit den 70er Jahren ein bedeutender Anbieter für Gitterroste in Europa und befand sich zuletzt im Besitz der Union Minière Gruppe, einem belgischen Rohstoffkonzern.

Als das Unternehmen Mitte der 90er Jahre zum Verkauf steht, ist dies für MEISER unter strategischen Gesichtspunkten von hohem Interesse. Obwohl die Übernahme für Edmund Meiser einen gewaltigen Kraftakt bedeutet, gelingt es MEISER im Jahre 1995, die Anteile von Altenberg und damit fast 250 Mitarbeiter in Essen komplett zu übernehmen.

MEISER etabliert sich endgültig als einer der führenden Anbieter von Gitterrosten in Europa. Zum Unternehmen Altenberg gehören Vertriebsgesellschaften in Frankreich (Elfor S.A.) und England (Altenberg UK) sowie ein 50%iger Anteil an der Verzinkerei Essen-Vogelheim, die somit Bestandteil von MEISER werden.

1996 tritt Wolfgang Meiser, einer der Söhne des Firmengründers, in das Unternehmen ein. Er wird fortan die Bereiche Vertrieb und Marketing verantworten und das Unternehmen auf die anstehende Internationalisierung vorbereiten. MEISER Ferroste Kft. in Ungarn investiert in moderne Fertigungstechnik von MEISER aus Deutschland und errichtet auf einer Fläche von 2.000 qm die erste größere Produktionshalle zur industriellen Herstellung von Gitterrosten.

1997-1998

Mit Gründung der uwM durch Ulrich und Wolfgang Meiser erfolgt bei MEISER im Vogtland der nächste, bedeutende Investitionsschritt. Auf einer zusätzlichen Fläche von 30.000 qm entstehen moderne Fertigungshallen. Nach dem Vorbild des Stammhauses in Limbach werden auch eigene Spaltanlagen installiert. Zusätzlich wird das Produktsortiment im Vogtland durch Weinbergpfähle aus Stahl ergänzt.

1997 erwirbt MEISER die Bandverzinkungsanlage von Saarstahl in St. Ingbert. Dieser Bereich, den MEISER sieht Jahren mit Bandstahl beliefert, ist von der Schließung bedroht. MEISER sieht aber in diesem Geschäftsfeld Potential und erzielt mit Saarstahl eine schnelle Einigung.

Das Kernprodukt Gitterrost entwickelt sich Jahr für Jahr, neue Anwendungsgebiete werden gefunden und die Vertriebswege ständig erweitert. Die 1984 neu gebauten Produktionshallen platzen aus allen Nähten, und auch der Verwaltungsbereich erfordert eine Neukonzeption. In dieser
Situation meldet das in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Betonwerk GIMMLER Konkurs an, MEISER kann das Gelände erwerben und beschließt, die Gitterrostproduktion komplett neu anzuordnen, die Kapazitäten weiter auszubauen und die Verwaltung in einem neuen, zentralen Gebäude zusammenzuführen. Kurze Wege und ein modernes Produktionslayout sind das Ziel.

 

1999

Basierend auf der positiven Entwicklung des Unternehmens wird für das Stammwerk in Schmelz-Limbach die Entscheidung getroffen, die vorhandenen Kapazitäten der Gitterrostfertigung zu verdoppeln.

Ermöglicht wird diese Expansion durch den Kauf des ehemaligen Gimmler-Geländes, welches in unmittelbarer Nähe zu den bestehenden Grundstücken seit geraumer Zeit brach liegt.

Diese Fläche mit einer Größe von 60.000 qm wird mit einer neuen, hochmodernen Produktionshalle und ein Verwaltungsgebäude bebaut. Gemeinsam mit dem langjährigen Partner GOLDBECKBAU entsteht ein architektonisch ansprechender Industriekomplex.  Mit einem Investitionsvolumen von 40 Mio. DM setzt MEISER kurz vor der Jahrtausendwende ein deutliches Zeichen.

1999 werden die neuen Räumlichkeiten bezogen. MEISER ist nun für das neue Jahrtausend bestens aufgestellt.

Bei MEISER im Vogtland wird zur selben Zeit eine weitere Großinvestition in die Tat umgesetzt. Auf der verbliebenen Freifläche im Industriegebiet Johannisberg entsteht unter dem Namen uwM Stanztechnik eine neue, leistungsfähige Fertigungsstätte für Gitterroste und eine neue Zentralverwaltung, die auch in architektonischer Hinsicht ein Ausrufezeichen setzt und dem Gebäude in Limbach gleichkommt. Mit einem 50 Mio. DM starken Investitionspaket wird die Verlagerung sämtlicher Produktionskapazitäten der Altenberg Gitterrostwerke aus Essen ins sächsische Vogtland abgeschlossen.

MEISER wird den europäischen Gitterrostmarkt zukünftig im Wesentlichen durch die beiden großen deutschen Fertigungsstätten im Saarland und in Sachsen beliefern.

MEISER Fameco S.A. in Ouffet, Belgien, modernisiert und erweitert die Gitterostfertigung auf einer Gesamtgrundstücksfläche von ca. 8.000 qm.

MEISER wird 50%-Gesellschafter der Verzinkerei in Plauen, die man gemeinsam mit dem Voigt & Schweitzer Markenverbund von Thyssen übernimmt und fortan betreibt.

2000-2001

Die Multi M Group aus Kairo ist ein erfolgreiches Familienunternehmen in den Bereichen Streckmetall, Stahlmöbel und Automotive. Auf der Suche nach neuen Produkten, modernster Fertigungstechnik und dem richtigen Partner zum Ausbau der Geschäftsaktivitäten wird man im Jahr 2000 bei einem Messebesuch auf MEISER aufmerksam.

Auch bei MEISER besteht schon länger der Wunsch, in Afrika tätig zu werden. Den strategischen Sinn für beide Seiten erkennend, einigt man sich innerhalb kurzer Zeit auf die Gründung eines Joint Venture Unternehmens unter dem Namen MULTI MEISER Egypt. Nach nur 6 Monaten Bauzeit stehen ausreichend Hallenflächen zur Verfügung, sodass modernste Fertigungstechnik von MEISER in Betrieb genommen werden kann.

2001 erfolgt der Einstieg von Ulrich Meiser in das Familienunternehmen. Die Verantwortung ruht nun auf mehreren Schultern. Ulrich Meiser verantwortet die Bereiche Finanzen und Rechnungswesen. Gemeinsam mit seinem Bruder Wolfgang und dem Gründer Edmund Meiser werden die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft gestellt.

MEISER Ferroste Kft. gründet 2001 in Rumänien die Vertriebsniederlassung MEISER România mit Sitz in Oradea. Im Juni wird die Vertriebsniederlassung MEISER Polska mit Sitz in Raciborcz gegründet.

 

2002-2003

Die dreijährige und sehr aufwendige Sanierung der MEISER Bandverzinkung am Standort St. Ingbert, Saarland, wird 2002 mit der vollständigen Inbetriebnahme in der neuen Verzinkungsstraße abgeschlossen. MEISER verfügt damit über eine der modernsten und leistungsfähigsten Schmalbandverzinkungsanlagen Europas. Die etwa 100 m lange, vollautomatische Verzinkungsstraße erfüllt höchste Qualitätsansprüche und entspricht selbstverständlich allen aktuellen Umweltstandards. Der Standort St. Ingbert wird für MEISER dadurch, neben den Gitterrostaktivitäten, zum bedeutendsten Produktionsstandort.

2003 übernimmt MEISER den französischen Hersteller von Blechprofilrosten, das Unternehmen Krieg & Zivy und erschließt somit ein neues Geschäftsfeld. Die Herstellung dieser Produkte wird nach Oelsnitz im Vogtland verlagert und mit neuer Fertigungstechnik von MEISER ergänzt.

2004-2005

Die PMI Gitterroste AG wurde 1987 von Alexander Imhof gegründet und hat sich im Laufe der Jahre zu einem führenden Gitterrosthandelsunternehmen in der Schweiz entwickelt.

MEISER engagiert sich bereits seit dem Jahre 2000 mit einer eigenen Tochtergesellschaft in der Schweiz. Aus Konkurrenten werden Partner, und mit dem Zusammenschluss 2004 der beiden Unternehmen unter dem Namen PMI MEISER Gitterroste AG entsteht das führende Gitterrosthandelsunternehmen in der Schweiz.

Nach der erfolgreichen Akquise eines Großauftrages für den Flughafen Dubai wird MEISER auf den Mittleren Osten als zukünftigen Markt aufmerksam.

Weitere schnelle Erfolge vor Ort führen 2005 umgehend zur Gründung einer eigenen Vertriebsniederlassung unter der Leitung von Robert Vièl, der als Pionier der ersten Stunde den erfolgreichen Markteintritt von MEISER in der Golfregion entscheidend mitprägt.

 

2006

Lionweld Kennedy Middle East aus Dubai ist ein Tochterunternehmen der DUTCO Group, einem renommierten Familienunternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern in der Golfregion und gleichzeitig der führende Anbieter von Gitterrosten im Mittleren Osten. Der rasche Vertriebserfolg von MEISER und die Marktpräsenz von Lionweld Kennedy animieren beide Seiten, über eine gemeinsame Zukunft nachzudenken. Nach unkomplizierten Verhandlungen kommt es zum Einstieg von MEISER in das bestehende Produktionsunternehmen vor Ort. Unter dem neuen Namen LIONWELD MEISER LLC und der veränderten Eigentümerstruktur werden umgehend erhebliche Investitionen durchgeführt, sodass sich bereits Ende 2006 die Kapazität des Unternehmens verdreifacht hat.

LIONWELD MEISER LLC hat in der gesamten Golfregion einen hohen Marktanteil und ist insbesondere bei den Großprojekten im Energie- und Ölsektor erster Ansprechpartner für die international tätigen Anlagenbauer aus den USA, Deutschland, Japan und Großbritannien.

MEISER Ferroste Kft., unser Produktionsstandort in Ungarn, wird durch einen 2.000 qm großen Hallenneubau wesentlich erweitert und stärkt somit seine Position als einer der führenden Gitterrostanbieter in Osteuropa.

Das Unternehmen MEISER feiert im Jahr 2006 sein 50. Firmenjubiläum.

 

2007

MEISER gründet 2007 zusammen mit der Kartal Gruppe in Ankara ein Joint Venture-Unternehmen zur Herstellung von Gitterrosten für den türkischen Markt. In einem ersten Schritt entsteht ein Zuschneidbetrieb für Gitterroste.

MEISER übernimmt den französischen Gitterrost- und Blechprofilhersteller Tolartois mit Produktionsstätten in Béthune und Villers-la-Montagne.

Die gesamten Aktivitäten von MEISER in Frankreich werden unter dem Dach der MEISER Sarl gebündelt. Somit nimmt Frankreich auch als Produktionsstandort eine für MEISER nicht unbedeutende Rolle ein. Als zweitwichtigster Absatzmarkt nach Deutschland war und ist dessen Bedeutung für MEISER ohnehin sehr groß.

 

2008

MEISER übernimmt die Gitterrostaktivitäten von NTJ, einem der führenden Gitterrosthandelsunternehmen aus Schweden, und ist ab Januar 2008 eigenständig unter dem Namen MEISER Sweden AB vor Ort präsent.

MEISER steigt in das partnerschaftlich verbundene, tschechische Gitterrosthandelsunternehmen V-Kutý als Mitgesellschafter ein. Das fortan als Joint Venture geführte Unternehmen wird in Kutý MEISER umbenannt und in einen Zuschneidbetrieb umgewandelt. Von Ostrava aus werden nun kurzfristige Lieferungen für Kunden in Tschechien, der Slowakei und Polen organisiert.

Das Stammwerk in Schmelz-Limbach investiert in ein neues Geschäftsfeld, die Herstellung von Rohren. Es entsteht ein neuer Hallenkomplex mit 4.000 qm überdachter Fläche. Darüber hinaus wird neueste Maschinentechnik installiert. Die Zielkunden sind in erster Linie Hersteller von Gerüsten.

Nach einer Phase der internationalen Erweiterung von MEISER richtet sich 2008 der Blick wieder auf das Stammwerk in Limbach. Es scheint zunächst unmöglich, eine neuerliche Erweiterung zu realisieren, weil es an verfügbaren Flächen fehlt. In der Familie reift ein kühner Plan:
Die Bundesstraße L145 soll verlegt und das angrenzende hügelige Gelände abgetragen werden. Was zunächst utopisch klingt, wird doch Realität. Unterstützt von Gemeinde und Land beginnen 2009 die Planungsarbeiten für das Projekt „MEISER in Limbach 2011“. Im Lauf des Jahres 2010 werden ca. 400.000 m³ Erdmassen abgetragen. 20.000 LKW-Ladungen sind dazu notwendig.

Im Sommer 2008 stirbt für uns alle völlig überraschend und viel zu früh der langjährig engste Vertraute von Edmund Meiser, sein Neffe Wilfried Geib. Als Werksleiter des Stammwerkes in Limbach und technischer Chefentwickler von MEISER hat er über Jahrzehnte zum Erfolg wesentlich beigetragen. Er hinterlässt eine Lücke, die fachlich, aber auch menschlich nicht zu schließen ist.

 

2009

MEISER gründet 2009 zusammen mit dem erfolgreichen marokkanischen Handelsunternehmen EGL in Casablanca ein Joint Venture zum Zuschneiden von Gitterrosten für den regionalen Markt.

MEISER übernimmt den österreichischen Gitterrosthersteller und regionalen Marktführer Drumetall. Die gesamten Aktivitäten von MEISER in Österreich werden unter dem Dach der MEISER Österreich GmbH gebündelt. Österreich wird somit zum drittwichtigsten Absatzmarkt für MEISER.

Lionweld MEISER, unser Produktionsstandort in Dubai, und Hady MEISER Egypt erfahren wesentliche Betriebserweiterungen. MEISER festigt somit seine führende Position als Anbieter von Gitterrosten im Mittleren und Nahen Osten.

Der von allen hoch geschätzte und sympathische Weggefährte Jean van Neyghem, fast 20 Jahre unser Geschäftsführer von MEISER Fameco in Belgien, stirbt unerwartet. Aufstieg und Erfolg unseres Unternehmens in Belgien sind unmittelbar mit seiner Person verbunden. Wir bleiben ihm in Dank und Respekt verbunden.

 

2010

2010 wird in Algerien das Vertriebsbüro MEISER Algerie SARL gegründet.

Im Mai 2010 wird im Stammwerk Limbach die Kapazität des Geschäftsbereichs Rohre bereits verdoppelt. Neben der Investition in eine zweite Rohrfertigungsstraße werden zusätzliche Hallen errichtet. Zeitgleich wird das Verwaltungsgebäude mit einem Anbau erweitert.

Die Verzinkerei Plauen GmbH & Co. KG wird eine 100%ige Tochtergesellschaft von MEISER und vollständig in die Organisation von MEISER Vogtland eingebunden.

MEISER Vogtland stärkt durch ein umfangreiches Investitionsprogramm in neue Geschäftsbereiche seine Stellung als zweites Stammwerk von MEISER.

 

2011

Im Sommer 2011 sind die Arbeiten abgeschlossen und die neue, hochmoderne Verzinkerei mit integriertem Logistikzentrum auf einer Hallengesamtfläche von 24.000 Quadratmetern geht in Betrieb. Mit einem Investitionsvolumen von über 30 Mio. Euro ist diese Erweiterung die größte Einzelinvestition in der Geschichte von MEISER. In Limbach stehen nun 3 Verzinkungsanlagen mit einer monatlichen Gesamtkapazität von 13.000 Tonnen zur Verfügung. Der komplett überdachte und beheizte Versandbereich setzt neue Maßstäbe in den Bereichen Sicherheit und Lieferzuverlässigkeit.

In São Paulo in Brasilien wird MEISER do Brasil gegründet. Es entsteht im ersten Schritt ein Zuschneidbetrieb für den brasilianischen Markt.

Nach dem erfolgreichen Markteintritt in der Türkei wird Kartal MEISER zu einem vollwertigen und eigenständigen Gitterrosthersteller für die Großregion Türkei ausgebaut. Im Frühjahr nimmt die Fertigungsstätte mit modernster Technik von MEISER Vogtland den Betrieb auf und ist damit die achte und gleichzeitig jüngste Gitterrostproduktionsstätte von MEISER.

Die Limbacher Verzinkerei GmbH ist nun als hundertprozentige Tochtergesellschaft von MEISER vollständig in die Organisation des Stammwerkes in Limbach eingebunden.

Edmund Meiser feiert mit seiner Ehefrau Ursula und der gesamten Familie 2011 seinen 80. Geburtstag – und gleichzeitig das 55-jährige Bestehen von MEISER.

 

2012-2013

2012 nimmt MEISER in Limbach Teile der Transportlogistik selbst in die Hand und baut einen eigenen Fuhrpark auf.

MEISER® beteiligt sich zu 50% an dem Gerüsthersteller ALFIX.

Im Juli 2013 wurde die neue Fertigung von Marangoni-Meiser in Brasilien in Betrieb genommen. Eine der modernsten Produktionslinien mit deutscher Technologie und Know-how, vollautomatisiert, hochproduktiv und äußerst zuverlässig, betrieben von brasilianischen Kollegen. Nun kann auch in Brasilien alles aus einer Hand, vom Zuschnitt bis zur Auslieferung, angeboten werden.

Um eine weitere Expansion in den kommenden Jahren schnell auf den Weg bringen zu können, hat MEISER im September 2013 alle Anteile des bisher als Joint Venture geführten Unternehmens Kartal Meiser in der Türkei übernommen und firmiert nun auch in der Türkei als MEISER.

 

2014

MEISER übernimmt 2014 die Leitung sämtlicher Geschäftsbereiche von Profil Alsace SAS, dem führenden Produzenten von Weinberg- und Obstbaupfählen aus Stahl mit Sitz in Niederlauterbach im Elsaß.

Mit der Übernahme von Profil Alsace SAS, Dr. Reisacher GmbH & Pali Systems SARL bestärkt MEISER seine Position als Komplettanbieter in Sachen Stahl.

Am 25. November wurden in Lima die Joint Venture Verträge zwischen MEISER, dem bereits etablierten Gitterrostproduzenten Grating Peru und unserem Vertriebspartner Grupo Cuñado unterzeichnet. Nun ist Grating Meiser Latam ein Gemeinschaftsunternehmen der Alteigentümer mit MEISER und Grupo Cuñado. Das Marktgebiet für unser neues Joint Venture-Unternehmen ist Süd- und Mittelamerika mit Ausnahme von Brasilien.

Ende des Jahres 2014 schließt MEISER die Umbau- und Sanierungsarbeiten der im Jahre 1984 gegründeten Limbacher Verzinkerei ab. Mit einer separaten Rüsthalle, mit neuen, nun mit Erdgas befeuerten Verzinkungskesseln, die zudem über eine Absaugung verfügen, sind nun auch diese beiden Verzinkungslinien umwelttechnisch auf dem neuesten Stand und bieten für die Mitarbeiter deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen.

2015 - 2017

Seit mehr als 10 Jahren vermarktet das Handelsunternehmen NTJ AB exklusiv und erfolgreich die MEISER Produkte in Norwegen. Aus dieser Kooperation wurde nun mit MEISER Norway AB eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von MEISER. Die entsprechende Vertragsunterzeichnung fand am 27. Februar 2015 im norwegischen Stokke statt.

Im April 2016 werden die Herren Robert Vièl und Wolfgang Schell zu weiteren Geschäftsführern der MEISER Holding GmbH und der MEISER International GmbH ernannt. Darüber hinaus wird Herr Wolfgang Schell Mitglied der Geschäftsführung der Gebr. MEISER GmbH in Limbach und Herr Robert Vièl Mitglied der Geschäftsführung der MEISER Vogtland OHG.

Der Standort Limbach ist 60 Jahre nach der Gründung in allen Bereichen erstklassig aufgestellt und für die Aufgaben der Zukunft bestens präpariert. Die Jubiläumsfeier im Mai 2016 im Vogtland, wo das Schwesterunternehmen gleichzeitig sein 25-jähriges Bestehen feiert, ist äußeres Zeichen eines gesunden Familienunternehmens, das mit großer Zuversicht und Freude in die Zukunft blickt. 

 

MEISER ist ab sofort auch in Argentinien und Südafrika mit entsprechenden Vertretungen präsent.

MEISER gründet 2017 in Kamerun die Niederlassung MEISER AC Sarl und ist auch ab sofort mit dem Partner A.E. TILLEY LTD Manufacturing Engineers in Neuseeland und Australien vertreten.